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Anschrift:   Universitätssängerschaft Skalden

Defreggerstr. 32

6020 Innsbruck

 

E-Mail:       info@skalden.at

 

 

 

Impressum

Medieninhaber: Universitätssängerschaft Skalden

 Defreggerstr. 32

 6020 Innsbruck

 

Für den Inhalt   Mag. Johannes Plank

verantwortlich:  Fassergasse 23

 6060 Hall i.T.

 

 

Segeln16
Freunde für´s Leben
Schrom Goldenes Dachl
Unsere Wurzeln
Leier und wappen
Unser Leitbild
Poell 1
Bekannte Skalden

Lebenslange Freundschaft

Mit dem Kennenlernen der Universitäts-Sängerschaft Skalden zu Innsbruck und dem Beschnuppern einer Korporation als junger Fux beginnt für junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt. Weg von zuhause sucht sich der eine oder andere Student einen neuen Freundeskreis, der ihm richtig zusagt. Er lernt dort bei Gesang, gemeinsamen Freizeitaktivitäten und starken korporativen Elementen junge Studenten, sogar eventuell seiner Studienrichtung, oder auch ältere Semester kennen.

Nach dem Durchleben der Fuxenzeit, dem Burschendasein und dem inaktivem Status kommt er mit den Jahren in den Altherrenstand. Im Laufe dieser Zeit lernt er alte und junge Bundesbrüder kennen. Den einen weniger den anderen besser. Dies führt zu einer Lebensfreundschaft, die durch das Burschenband besiegelt wird.

Auch wenn viele Bundesbrüder nach dem Studium die Alma Mater Oenipontana verlassen und durch Beruf , Weiterbildung, Familie oder sonstigen Lebensereignissen weit ab von Innsbruck sind – die Skalden- Mitteilungen erreichen sie überall. Jeder Bundesbruder ist schon ganz gespannt auf die neueste Auflage, um ja auf dem Laufenden zu sein, was auf der neuen Bude in Innsbruck oder bei den einzelnen weit verstreuten Bundesbrüdern passiert ist.

Wenn zum Julfest im Winter oder zum Stiftungsfest im Sommer eingeladen wird, überlegen viele nicht lange und kommen zu den großen Festen zum Erneuern des Freundschaftsbundes.

Gelegentlich kommt es vor, dass ein Bundesbruder nach langer Abwesenheit zu einem Fest kommt. Er ist dann überrascht, wie gut der Studentenbetrieb weitergelaufen ist. Er fühlt sich sofort wieder daheim bei seinen Freunden ist. Er kann nahtlos an gute alte Zeiten anknüpfen.

Wird das Reisen mit der Zeit umständlicher, dann überlegen sich alte Herren, wie sie gemeinsam den Weg nach Innsbruck am grünen Inn bewältigen können. Denn das Ziel des Beisammenseins mit alten und jungen Kommilitonen reizt enorm und macht auch hochbetagt viel Freude.

Die ur–älteren Semester lernen bei diversen Festen oder Veranstaltungen wieder die jungen Bundesbrüder kennen und schätzen und so beginnt der Lebensbund wieder wie oben erwähnt …

Der Tiroler Kulturkampf

1863, im Gründungsjahr unserer Korporation, war Tirol politisch einer der rückständigsten Flecken in der Landkarte Europas. Das Land hatte sich mehr und mehr von der Außenwelt abgeschlossen. Den Tirolern war durch die katholische Restauration (im Rahmen der Gegen-reformation) die frühere Weltoffenheit, Aufgeschlossenheit und Kontaktfreudigkeit im wahrsten Sinne des Wortes „ausgetrieben“ worden!


Im Vormärz hat das System Metternich versucht, weiterhin fortschrittliche politische Ideen durch Zensur und Ausreiseverbot! vom Land fernzuhalten. Die liberalen Anschauungen, die trotzdem aus dem (vornehmlich deutschen) Ausland nach Tirol drangen, fanden allerdings nur unter der akademischen Jugend und dem gehobenen Bürgertum sowie bei Teilen des Adels Resonanz. Die weitgehend bäuerlich geprägte Mehrheit des Tiroler Volkes verharrte in 200 Jahre lang eingeimpftem dumpfem katholischem Konservativismus. Nach der Niederschlagung der 1848er Bewegung wurden in Österreich Zug um Zug die bescheidenen freiheitlichen Errungenschaften des Revolutionsjahres abgebaut.


Adolf Pichler, die Leitfigur der Liberalen in Tirol, schrieb damals: „Wie ein stinkender Nebel, der den Atem beklemmt und die Aussicht verschließt, lastet die Reaktion schwerer und schwerer auf den unglücklichen Österreichern!“ Das Vereinsleben und die Verfassung waren systematisch beseitigt worden.


Erst nach der Niederlage Österreichs im Krieg von 1859 gegen Frankreich und Piemont-Sardinien erhielt der Staat 1861 wieder eine Verfassung und ein Parlament  und auch Vereinsgründungen wurden nun möglich.

 

In Tirol begann jetzt allerdings, ausgelöst durch das „Patent vom 8.April 1861“, das den Evangelischen in Österreich völlige Gleichberechtigung und Selbstverwaltung gewährte, ein Kulturkampf, der erst 1892 mit der Annahme eines liberalen Schulgesetzes endete. Das konservative Tirol wollte mit allen Mitteln die religiöse (also katholische) Einheit erhalten und das Schulwesen und die Universität weiterhin der Kirche unterstellen.


Die Liberalen strebten im Gegensatz dazu danach, das Gedankengut der Aufklärung in die politische Wirklichkeit umzusetzen und die Trennung von Kirche und Staat anzustreben. Sie waren in keiner Weise religionsfeindlich, es kam ihnen nicht auf einen Kampf gegen Kirche und Glauben an, aber sie wollten die Religion aus dem öffentlichen ins private Leben verdrängen.


Mit Hermann v.Gilm („Jesuitenlieder“), Karl Schönherr („Glaube und Heimat“) und Franz Kranewitter („Kulturkampf“) fand diese politische Auseinandersetzung ihren markanten literarischen Niederschlag.


Der Akademische Gesangverein Innsbruck (AGV), aus dem die Akademische Sängerschaft „Skalden“ hervorging, stellte in dieser politisch bewegten Zeit ein Sammelbecken der führenden liberalen Kräfte im Land dar. Ludwig v.Ficker (Gründer der Literarturzeitschrift „Der Brenner“) und Josef Pembaur (Komponist und Gründer des Konservatoriums in Innsbruck), Arthur v.Wallpach und Eberhart v.Weittenhiller (neben v.Ficker Mitglieder der Literaturbewegung „Jungtirol“) waren dabei die bekanntesten Protagonisten aus unseren Reihen.
Die Bemühungen all dieser Männer haben sich gelohnt: Am Ende der Auseinandersetzungen hatte sich „der stinkende Nebel der Reaktion“ wenigstens gelichtet (um bei den Begriffen Adolf Pichlers zu bleiben).


Unser Streben wird es immer sein, die von unseren Gründern erstrittenen liberalen Werte der Aufklärung und des Humanismus zu verteidigen!

Unser Leitbild

Die Universitätssängerschaft Skalden zu Innsbruck ist eine farbentragende akademische Sängerschaft in Österreich. Das musische und das korporative Prinzip sind die Grundpfeiler der akademischen Sängerschaft. Beiden Prinzipien sind alle Mitglieder (Bundesbrüder) uneingeschränkt verpflichtet. Das Burschenband ist das Zeichen der Zusammengehörigkeit und des Bekenntnisses zu den Grundwerten der Gemeinschaft als Lebensbund. Wir tragen Vollcouleur: Band und Mütze.

Musisches Prinzip
Korporatives Prinzip
Nationale Identität
Politische Idee
Standortbestimmung

Das musische Prinzip

Die Sängerschaft Skalden wurzelt tief im 1863 gegründeten Akademischen Gesangverein Innsbruck, der durch künstlerische Aufgeschlossenheit und eine breit angelegte musische Arbeit zu einem bedeutenden Faktor im kulturellen Leben der Tiroler Landeshauptstadt wurde. Engagement, Ideenreichtum und die Erschließung zeitgenössischer musikalischer Werke begründeten die hohe Wertschätzung der Vereinigung durch Universität und Innsbrucker Gesellschaft. Im Mai 1927 wurde der Verbindung der Titel Universitätssängerschaft verliehen. Diese Ehrung wurde ihr 1984 erneut zuteil.
 
Die heutige US! Skalden ist einer großen Tradition verpflichtet, mit deren Rezeption ihr - gerade auch unter grundlegend veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen - ein wichtiger Bildungsauftrag erwächst. In der Pflege des Gesangs sehen wir Sängerschafter unsere genuine musische Aufgabe, denn wir sind Angehörige einer Kulturnation. Eine Nation ist aber nur dann eine Kulturnation, wenn Musik zu ihren wesentlichen Ausdrucksformen gehört. Eine der frühesten poetischen Ausdrucksformen ist das Lied. Singen ist bei allen Völkern selbstverständliches Element der Alltagskultur und in seiner Ursprünglichkeit die eigentliche Muttersprache des Menschen. Es fördert Sprechvermögen und Hörverstehen und erweitert die Sprachkompetenz erheblich. Für die Entfaltung kommunikativer Fähigkeiten, für die Persönlichkeitsentwicklung schlechthin ist Singen von einer nicht zu überschätzenden Bedeutung. Gemeinsames Singen und besonders Chorgesang sind für uns Sängerschafter das unverzichtbare Medium zur Formung unserer Gemeinschaft.
 
Im Mittelpunkt der musischen Aufgaben der Sängerschaft steht die Pflege des deutschen Liedgutes. Dieses vermittelt der Skaldenchor besonders in seinen Chorauftritten im Bund und in der Öffentlichkeit.
 
Das gemeinsame Singen erweitert die musikalische Bildung auch in ihrer historischen Dimension. Neben das gemeinsame Singen und Musizieren treten kulturelle Veranstaltungen, die zu einer vertieften Kenntnis von Musik, Literatur, darstellender und bildender Kunst führen. Die USI Skalden stellt sich auch die Aufgabe, ihre Mitglieder mit den künstlerischen Erscheinungsformen der Gegenwart bekannt zu machen, so dass sich eine umfassende ästhetische Bildung entfalten kann. Dies schafft Voraussetzungen für den angemessenen Umgang mit unserem kulturellen Erbe und befähigt auch zu eigener künstlerischer Betätigung und Produktion.
 

Das korporative Prinzip

Die US! Skalden ist ein Lebensbund nationalbewusster parteipolitisch unabhängiger freiheitlicher Akademiker. Die Korporation lebt durch ihre und mit ihren fest umrissenen weltanschaulichen Prinzipien. Das Verhalten eines jeden Mitglieds muss im Berufs- und Privatleben ehrenhaft sein. Es hat sich an den Grundsätzen des Bundes und seiner Wertordnung zu orientieren. Unsere Werte, Grundsätze und Ziele erwachsen aus der Vernunft, der aktiven Bezogenheit auf die Welt und der Anteilnahme an anderen. Unsere Werte sind für die Gesellschaft konstitutiv: Freiheit, Leben und Würde der Person, Selbstbestimmung, Gerechtigkeit und Gleichheit. Unser Freiheitsbegriff definiert sich aus dem Spannungsfeld von Individuum und Gruppe. Bevormundung von oder Vereinnahmung durch gesellschaftliche Gruppen, Verbände oder Glaubensgemeinschaften lehnen wir ab. Die grundrechtlich geschützte Glaubens- und Gewissensfreiheit verpflichtet den Bund zu konfessioneller Neutralität.
 
Unsere Werte sind das Fundament aller Individual- und Sozialwerte; sie sind Grundnormen zwischen-menschlichen Verhaltens. Basiswerte unserer Gemeinschaft sind auch Verlässlichkeit und Geborgenheit, ebenso Selbstbindung und Verantwortungsbewusstsein. In einer demokratisch verfassten Verbindung mit Lebensbundprinzip finden Jung- und Altakademiker ein kohärentes Beziehungssystem vor. In einer auf Gegenseitigkeit angelegten verpflichtenden Bindung öffnet sich ein Raum der Begegnung. Im generations- und fachbereichsübergreifenden akademischen Diskurs wächst durch das frei gesprochene und frei angefochtene Wort unsere Gemeinschaft. Der Bund stiftet Identität, die nicht auf Kon¬formismus, sondern auf Differenz beruht. Das Individuum wird ernst genommen, seine Würde respektiert. Die Befähigung zu verantwortlicher Lebensplanung wird durch die Entfaltung der Persönlichkeitskräfte in der bewussten Mitarbeit am Bundesleben gestärkt. Wir Skalden leben in größeren historischen und kulturellen Zusammenhängen. Aus der Wertordnung, die sich herausgebildet hat, entfaltet sich unsere unverwechselbare Identität. Das tragende Gerüst unserer Tradition bedarf der ständigen Reflexion, die jede Generation zu leisten beauftragt ist. Unser kritisches Verhältnis zur Tradition unterscheidet unser reales Sein von den in der Gesellschaft verbreiteten Klischees.
 
Wir Skalden stehen in waffenstudentischer Tradition. Deshalb anerkennen wir den erzieherischen Wert und die gemeinschaftsfördernde Bedeutung des studentischen Fechtens. Wir begrüßen das fakultative Mensurfechten. Wir gewährleisten, dass jedem Mitglied die Möglichkeit geboten wird, eine Mensur auf eigene Farben zu fechten. Mensurschlagen begründet keinen Unterschied in der Wertigkeit oder Wertschätzung eines Bundesbruders unserer Sängerschaft.

Nationale Identität

Wir halten an unseren überkommenen Normen fest. Wir bedürfen der überprüften Wahrheiten und Werte vorausgegangener Generationen, um unsere Identität zu wahren. Die Zugehörigkeit zu und die Verbundenheit mit allen Angehörigen der deutschen Kulturnation über alle Staatsgrenzen hinaus ist für uns selbstverständlich. Nationale Gesinnung und nationale Identität erweisen sich im uneingeschränkten und verpflichtenden Bekenntnis zur ganzen deutschen Geschichte und zur deutschen Sprach- und Kulturgemeinschaft. Es ist uns eine besondere Verpflichtung, jenen Deutschen, die nicht in einem Staat mit Deutsch als Staatssprache leben, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen, ihre kulturelle deutsche Identität zu wahren.
 
In der Erkenntnis, dass die Sicherung unseres Volkes in Frieden und Freiheit nur in der Zusammenarbeit mit den Völkern Europas gleicher historischer und kultureller Wurzeln gewährleistet werden kann, treten wir entschieden ein für eine sich vertiefende und erweiternde Einheit Europas. In diesem Europa werden die modernen Nationalstaaten noch lange wesentliche Willensbildungs- und Entscheidungsträger sein. Nationale Identitäten werden auch nicht durch europäische ersetzt, sondern ergänzt. Vaterländer bleiben auch nach Zusammenschluss in einer Föderation Vaterländer. In den einzelnen Ländern Europas sind historische Strukturen tief verwurzelt. Deshalb wird es eine nivellierende multikulturelle Gesellschaft in Europa nicht geben. Diese wird umso weniger wahrscheinlich, als es gelingt, die kulturelle und politische Vielfalt der europäischen Völker zu wahren und zu stärken sowie Minderheitenrechten Geltung zu verschaffen. Nationalstaatlicher Egoismus muss aber zurückgedrängt werden. Die Synergie aller kulturellen Ströme der Völker Europas ist im fortschreitenden Globalisierungsprozess eine wesentliche Voraussetzung für die Erhaltung Europas als eines bedeutenden wirtschaftlichen und damit auch politischen regionalen Zentrums im polyzentrischen Gesamtsystem.

Politische Idee

Im politisch zusammenwachsenden Europa muss die demokratische Legitimation gesamteuropäischer Entscheidungsträger verfassungsrechtlich verankert sein. Die Vielfalt garantierenden föderalen Strukturen müssen im Einzelnen überprüft und neu bedacht werden. Föderalismus und Regionalismus sind aber Fundamente einer gedeihlichen, den inneren Frieden und Freiheit sichernden Gestaltung des europäischen Raumes. Zentralistische Tendenzen sind in diesem Lichte zu bewerten.
 
Um unseren weltanschaulichen Vorstellungen Geltung zu verschaffen, ist jeder Skalde aufgefordert zu gesellschaftspolitischem Engagement. Einsatz für das Gemeinwesen kennzeichnet die Skalden als verantwortungsbewusste Persönlichkeiten. Wir Skalden bekennen uns unbeschadet unserer jeweiligen Staatsangehörigkeit zum deutschen Volk. Die Sicherung des Erbes und die Entfaltung der Kräfte der deutschen Kulturnation innerhalb des zusammenwachsenden Europas ist unser Anliegen und unser Auftrag.
 
Zur Verwirklichung unserer gesellschaftspolitischen Ziele sind individuelle Leistungsbereitschaft und hohes Verantwortungsbewusstsein unabdingbare Voraussetzungen. Die Mitwirkung in Leistungs- und Funktionseliten wird von allen Skalden erwartet. Unsere Erwartungen orientieren sich an der individuellen Leistungsfähigkeit der Bundesbrüder. Prinzipiell gefordert wird von jedem Mitglied unseres Bundes Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, intellektuelle Offenheit, Integrität und Treue zu unseren Grundwerten.
 
Für uns Skalden als freiheitliche Akademiker gibt es keine Alternative zum auf allen Stufen demokratisch verfassten Gemeinwesen. Ständestaatliche oder gar totalitäre Verfassungsstrukturen sind mit unseren Werten und Zielen unvereinbar. Wir bekennen uns vorbehaltlos zur parlamentarischen Demokratie mit unveräußerlichen Menschen- und Bürgerrechten. Die negativen (Freiheitsrechte), positiven (Anspruchsrechte) und sozialen Statusrechte der grundrechtlichen Verfassungsteile sind unverzichtbare Voraussetzungen für die freie Entfaltung von Individuen und Gruppen. Im demokratischen und sozialen Bundesstaat erkennen wir den bestmöglich verfassten Staat. Der Schutz der Familie - als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau mit ihrer Nachkommenschaft ursprünglicher Ort der Sozialisation und Ursprung erzieherischer Werte und Tugenden - ist vordringliche Aufgabe des Staates. In das Erziehungsrecht und die Erziehungspflicht der Familie darf der Staat aber nur eingreifen, wenn die sittliche und moralische Entwicklung der Kinder gefährdet ist. Familienförderung Ist Pflicht des Staates.
 
Parteien und Verbände wirken bei der politischen Willensbildung mit. Sie haben weder ein Meinungs- und Willensbildungsmonopol noch den Charakter staatlicher Institutionen. Damit die verfassungsrechtlich garantierte politische Willensbildung des Volkes in ihrem Kern gesichert wird, ist die Staats- und Verfassungsgerichtsbarkeit verpflichtet, eine Monopolisierung oder Oligopolisierung der politischen Willensbildung - auch im Bereich der Medien - zu verhindern.
 
Als freiheitliche Akademiker sind wir gehalten, zu wesentlichen politischen und gesellschaftlichen Fragen Stellung zu nehmen. Dies kann im Rahmen politischer Parteien erfolgen. Eine parteipolitische Betätigung soll sich an unseren weltanschaulichen Vorstellungen ausrichten. Eine Mitgliedschaft und Mitarbeit in einer Partei, die nicht demokratisch organisiert und In ihrem Programm der Demokratie uneingeschränkt verpflichtet ist, ist für einen freiheitlichen Akademiker undenkbar. In jedem Falle parteipolitischer Bindung ist es unumgänglich, dass ein offenes Bekenntnis zu unseren Werten und Grundsätzen abgelegt wird.
 
Unser wirtschaftspolitisches Credo gilt der Marktwirtschaft. Der Staat schafft durch Gesetzgebung und wirtschaftspolitisches Handeln die Rahmenbedingungen für die Gewährleistung der Wirtschaftsordnung. Für das Funktionieren der Marktwirtschaft sind Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein aller Wirtschaftssubjekte maßgeblich. Die Verantwortlichkeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern und ihren Koalitionen (Verbänden, Gewerkschaften) ist hervorzuheben. Dies gilt nicht zuletzt auch für den Bereich der Mitbestimmung.
 
Als freiheitliche Akademiker bejahen wir den Wehrdienst zur Sicherung von Freiheit und Frieden in unserem Land.
 
Bildungsressourcen sind für die Gesellschaft von essentieller Bedeutung. Bildung und Wissen fördern aber auch die Erfüllung individueller Lebensentwürfe und Lebenserwartungen. Begabtenförderung soll deshalb von parteipolitisch unabhängigen Institutionen gelenkt werden. Die Freiheit von Lehre und Forschung ist zu gewährleisten durch angemessene personelle und finanzielle Ausstattung der Bildungseinrichtungen, insbesondere auch der Hochschulen. Im Rahmen der von den Hochschulen geschaffenen Studienordnungen ist die Freiheit des Lernens zu sichern. Die US! Skalden erwartet von ihren Mitgliedern eine aktive Mitarbeit in den Hochschulen zur Wahrung ihrer hochschulpolitischen Interessen.
 
Die Entfaltung gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und künstlerischer Produktion kennzeichnet die Kultur eines Landes, einer Region, eines Staates. Staatliches und privates Mäzenatentum sind aufgerufen, die kulturelle Entwicklung zu fördern. Allerdings ist es Aufgabe des gesellschaftlichen Diskurses, grundlegende wissenschaftliche und künstlerische Hervorbringungen zu beurteilen und zu bewerten.

Standortbestimmung

Mit ihren Werten weist sich die US! Skalden als wertkonservativ aus. Unsere Werte sind alt, aber sicher zeitlos gültig: Freiheit, Gleichheit, Menschenwürde und - unter den Bedingungen von Vernunft und Erfahrung - Toleranz, Ehrenhaftigkeit und Pflichtbewusstsein sind selbstverständliche Tugenden. Sie sind in der Tradition unseres Bundes fest verankert und verpflichten alle Bundesbrüder zeitlebens.
 
Mit diesen Werten und Tugenden bekennen sich die Skalden zu Grundwerten der deutschen Kulturnation. Aus diesem Bekenntnis gehen Liebe zu Heimat, Volk und Vaterland und zugleich unser europäisches Bewusstsein hervor, denn die deutsche Kulturnation ist ein wesentlicher Teil der großen europäischen Kulturgemeinschaft.
 
Dieses Bekenntnis, die Grundwerte, die musischen und die korporativen Prinzipien charakterisieren die Universitätssängerschaft Skalden zu Innsbruck als eine österreichische traditionsreiche und traditionsbewusste, aber zugleich zukunftsorientierte freiheitliche akademische Verbindung.

Bekannte Skalden

Gabriel Anton (1858–1933), Neurologe und Psychiater
Gustav Benischke (1867-1947), böhmischer Physiker
Hermann Ignaz Bidermann (1831-1892), österreichischer Staatsrechtslehrer
Josef Blaas (1851-1936), österreichischer Geologe, Mineraloge und Maler
Theodor Christomannos (1854-1911), Politiker und Fremdenverkehrspionier
Josef Daimer (1845-1909), Alpinismus-Pionier
Albert Defant (1884–1974), österreichischer Meteorologe und Ozeanograph
Josef Dengg (1910-2007), Komponist und Musiker, Volksmusiklehrer
Arnold Durig (1872-1961), österreichischer Physiologe
Eder Anton (1868-1952), Rechtsanwalt, Gemeinderat und Bürgermeister von Innsbruck
Josef Egger (1839-1903), österreichischer Historiker und Autor
Franz Feierle (1861–1926), österreichischer Politiker
Ludwig von Ficker (1880-1967), österreichischer Schriftsteller und Verleger
Anton Fischer (1871 – 1948), Chorleiter und Musiker
Felix Frank (1876- 1957), Jurist und Politiker, Minister und österr. Vizekanzler
Hans von Friebeis (1885-1932), Bürgermeister der Bundeshauptstadt Wien
Paul Fuchsig (1908-1977), österreichischer Chirurg
Hermann Gerhardinger (1888-1949) Sekretär der Tiroler Handelskammer
Wilhelm Greil (1850-1928), Bürgermeister der Landeshauptstadt Innsbruck
Josef Haberer von Krems- Hohenstein (1875-1958), österr. und dt. Chirurg
Ludwig Haberlandt (1885-1932), österreichischer Physiologe
Franz Hillebrand (1863-1926), österreichischer Philosoph und Psychologe
Ludwig Hörmann von Hörbach (1837-1924), österreichischer Schriftsteller
Theodor Inama von Sternegg (1843-1908), deutsch-österreichischer Staatswissenschaftler
Rudolf von Jaschke (1881-1963), deutsch-österreichischer Gynäkologe und Geburtshelfer
Julius Jung (1851-1910), österreichischer Althistoriker
Franz von Juraschek (1849-1910), österreichischer Statistiker
Artur Kanetscheider (1898-1977), Musiker, Chorleiter und Komponist
Herbert Klein (1928-2012), Generaldirektor der Saarland Versicherungen
Hugo Klein (1883-1970), Schriftsteller und Heimatforscher
Anton Kofler (1855-1943), Handelskammer-Sekretär und Politiker, Reichsratsabgeordneter
Franz Friedrich Kohl (1851-1924), österreichischer Entomologe und Volksliederforscher
Julius Kratter (1848-1926), österreichischer Hochschulprofessor für Rechtsmedizinr.

Ernst Lecher (1856-1926), österreichischer Physiker
Günther von Lojewski (* 1935), deutscher Journalist und SFB-Intendant

Friedrich Mader (1873-1960), Direktor der Handelskammer und Politiker, Landtagsabgeordneter

Bekannte Skalden

Peter Marxer (1850-1885), liechtensteinischer Arzt und Landtagsvizepräsident

Viktor Mataja (1857-1934), österreichischer Volkswirtschafter und Minister

Josef Moriggl (1879-1939), österreichischer Bergsteiger, Alpinschrifsteller und Generalsekretär des DÖAV
Friedrich Mörz (1840-1903), Bürgermeister der Landeshauptstadt Innsbruck
Engelbert Mühlbacher (1843-1903), österreichischer Historiker und Diplomat
Franz Xaver Myrbach, Freiherr von Rheinfeld (1850-1919) Finanzrechtler und Rektor der Uni Innsbruck
Johann Georg Obrist (1843-1901), Schriftsteller und Übersetzer
Rosa Papier (1858-1932), österreichische Opernsängerin (einziges weibliches Mitglied)
Joseph Pembaur der Ä. (1848-1923) Komponist und Musikdirektor in Innsbruck
Joseph Pembaur der J. (1875–1950), österreichischer Pianist und Komponist
Walther Pembaur (1886- 1948), Publizist und Politiker, Vizebürgermeister von Innsbruck
August Pepöck (1887-1967), Kapellmeister und Operettenkomponist
Julius Perathoner (1849-1926), letzter deutscher Bürgermeister von Bozen
Leopold Pfaundler von Hadermur (1839-1920), österreichischer Physiker und Alpinist
Josef Pöll (1874–1940), Musiker, Volksliederkomponist und Botaniker
Peter Paul Rainer (1885-1938), österreichischer Dichter und Schriftsteller
Richard Reisch (1866-1938), Finanzrechtler, österr. Fananzminister und  Präsident der Nationalbank
Adolf Rhomberg (1851-1921), Landeshauptmann von Vorarlberg
Karl Röck (1883-1954), österreichischer Dichter und Sprachforscher
Karl Rudelstorfer (1924-2012), Dekan und Verkehrsplaner
Hans Waldemar Rosen (1904-1994), Komponist, Chordirektor und Musikschriftstellen in Irland
Otto Schaumann (1891-1977), Medizinischer Chemiker und Prof. für Pharmakognosie
Johannes Schober (1874- 1932) Polizeipräsident und Politiker, österr. Kanzler
Johann Schorn (1845-1914), Mitbegründer der Christlich-sozialen Partei und Reichsratsabgeordneter
Sidonius Ritter von Schrom (1887 1960), Maler, Grafiker und Illustrator
Hermann von Schullern zu Schrattenhofen (1861-1931), österreichischer Nationalökonom und Genealoge
Kaspar Schwarz (1869-1937), Historiker und Archivar, Kustos des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum
Franz Slama (1885–1938), österreichischer Politiker, Justizminister
Otto Stolz (1842-1905), österreichischer Mathematiker
Galeas von Thun und Hohenstein (1850-1931), Verwaltungsjurist und Großmeister des Malteserorderns
Alois Walde (1869-1924), österreichischer Indogermanist
Hans von Welz (1919-1988), Opernsänger
Norbert Zimmer (1911-2007), Generaldirektor der Wiener Allianz
Konrad Zindler (1866-1934), österreichischer Mathematiker.

Tonträger der US! Skalden

Sie können alle Titel der untenstehenden Tonträger zum privaten Gebrauch kostenlos herunterladen.

Zur gewerblichen Verwendung oder Vervielfältigung setzen Sie sich bitte mit der Universitätssängerschaft Skalden in Verbindung.

Viel Vergnügen mit unserer Musik!

 

130 Jahre Universitätssängerschaft Skalden (1993)

 

Jetzt schwingen wir den Hut CD 1 (1998)

 

Jetzt schwingen wir den Hut CD 2 (1998)

 

Im tiefen Keller (2003)

 

Hier sind wir versammelt ... (2008)

 

Tirol 1809 - 2009 (2009)

 

Die obenstehenden Tonträger-Titel sind Verweise zu einzelnen Speicherbereichen auf einem Cloud-Server (box).

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