Skalde sein

Lebensfreundschaft

Die lebenslange Freundschaft bildet den Kern jeder Verbindung. Dies wird schon durch die Bezeichnung „Bundesbruder“ verdeutlicht, mit der wir einander anreden. Die Bundesbrüderlichkeit bedeutet auch, dass man in jeder Lebenssituation zueinander steht, einander hilft, einander fördert. Das setzt aber auch voraus, dass sich jeder an die Regeln hält. Unter diesen Regeln hat die Ehrenhaftigkeit jedes im täglichen Leben eine besondere Bedeutung.

Bei uns Skalden ist das Miteinander von Jung und Alt besonders ausgeprägt. Jeden Mittwoch treffen sich junge und ältere (auch alte) zur gemeinsamen Chorprobe und sitzen anschließend gemütlich beisammen. Sowohl bei den Chorperoben als auch beim gemütlichen Zusammensitzen danach sind Gäste herzlich willkommen. Diese Abende bieten sich an, uns Skalden einmal in ganz ungezwungener Atmosphäre kennen zu lernen.

Skalden-Laufbahn

„Fuchs“ oder auch „Fux“ ist die Bezeichnung für einen neu in die Verbindung eingetretenen Studenten. Er wird dabei in den sogenannten „Äußeren Verband“ aufgenommen.

Die Fuchsenzeit dient dem gegenseitigen Kennenlernen der anderen Bundesbrüder und der Spielregeln, die in der Verbindung gelten. Der Fuchs hat eingeschränker Rechte und Pflichten, insbesondere kein Stimmrecht auf den Conventen. Diese Convente sind die Leitungsgremien der Vebindung. Die Füchse werden in diesen Leitungsgremien durch den „Fuchsmajor“ vertreten. Dieser unterstützt das Heranführen der neuen Bundesbrüder an die Verbindung.

Der Fuchs ist nicht fest gebunden. Er kann jederzeit austreten wenn es ihm bei uns nicht gefällt. Er kann umgekehrt auch mit Conventsbeschluss aus der Verbindung ausgeschlossen werden, wenn wir finden, dass er nicht zu uns passt.

Die Fuchsenzeit dauert in der Regel zwei Semester. Zu Ihrer Beendigung ist eine Burschenprüfung abzulegen. In dieser Zeit erlernt er auch das studentische Fechten.

Nach erfolgreicher Burschenprüfung zum Ende der Fuchsenzeit geht der Bundesbruder in den Status des „Aktiven Burschen“ über. In einer feierlichen Zeremonie legt er den Burscheneid ab und wird in den „Inneren Verband“ aufgenommen. Damit hat er alle Rechte und Pflichten eines Bundesbruders, wird Leitungsfunktionen (sogenannte Chargen) übernehmen und das Bundgeschehen maßgeblich mitbestimmen.

Im Gedankenaustausch mit seinen Bundesbrüdern lernt er den aktuellen Kenntnisstand auch auf etlichen anderen Wissensgebieten kennen und erwirbt damit einen weit größeren Wissenshorizont als der Nicht korporierte Student.

Er organisiert und leitet kleine und größere Veranstaltungen, argumentiert seine Anliegen auf den Conventen, spricht vor akademischem Publikum, vertritt die Sängerschaft gegenüber anderen Verbindungen. Kurzum: In dieser Zeit holt er sich das Rüstzeug auch für sein späteres Berufsleben. Diese hier erlernten Fähigkeiten und „soft skills“ wie Teamfähigkeit, Organisationtalent, Führungsverhalten, Präsentations-, Argumentations- und Kommunikationsstärke sind wesentliche Faktoren, die einen Skalden im späteren Berufsleben positiv von seinen Mitbewerbern abheben.

Die Zeit als aktiver Bursch endet mit dem Eintritt ins Berufsleben.

Mit Eintritt in das Berufsleben wird der Skalde „Alter Herr“. Er wird damit aller Anwesenheits-Verpflichtungen entbunden.

Die Alten Herren der Verbindung finanzieren mit ihren Beiträgen den laufenden Betrieb. Sie helfen mit, besondere Veranstaltungen zu organisieren oder nützen ihre beruflichen Kontakte, etwa um interessante Vortragende zu gewinnen.

Als Alter Herr genießt man bei jedem Besuch das Wiedersehen mit alten Studienkameraden aber auch den Gedankenaustausch mit der studierenden Jugend. Es ist dieser generationenübergreifende Gedankenaustausch, der wertvolle gedankliche Frische in das Leben des Alten Herren bringt und ihn geistig jung hält. Im Gegenzug gibt er wertvolle Erfahrungen und Hilfestellungen an die jungen Bundesbrüder weiter.

Aktive Freizeit

Das Leben in der Verbindung spielt sich wesentlich auf dem Verbindungshaus ab. Hier gibt es regelmäßig die unterschiedlichsten kulturellen oder geselligen Veranstaltungen, Vorträge und Diskussionen.

Das Gemeinschaftserlebnis im „Teamspiel: Chor“ ist ein fixer Bestandteil sind unseres Verbindungs-lebens. Im vierstimmigen Männerchor singen wir Studenten-, Volks- und Kunstlieder aus den verschiedensten Epochen.

Darüber hinaus werden gemeinsame Fahrten, Wanderungen, Schitouren, Segeltörns usw. unternommen.

Auch sportlich sind die Skalden präsent: z.B. durch die regelmäßige Teilnahme als eigene Mannschaft beim Innsbrucker Stadtlauf.

Studentisches Fechten

Das studentische Fechten ist der traditionelle Kampfsport der akademischen Jugend. Die Universitätssängerschaft Skalden ist fakultativ schlagend. D.h.: Jeder Skalde erlernt das studentische Fechten, aber es ist seiner freien Entscheidung überlassen, ob er Mensur(en) fechten will oder nicht. Wilde Mythen, Gerüchte, Halb- und Unwahrheiten über das studentische Fechten und die Mensur sind weit verbreitet. Einen recht brauchbaren Überblick dazu gibt es auf Wikipedia unter https://de.wikipedia.org/wiki/Mensur_(Studentenverbindung)